Ein Körperpeeling kann abgestorbene Hautzellen entfernen und für ein glatteres, weicheres Hautgefühl sorgen. Doch gerade beim Peelen gilt nicht automatisch: viel hilft viel. Wie oft solltest du also ein Körperpeeling machen?
Als Orientierung kannst du ein Körperpeeling etwa ein- bis zweimal pro Woche anwenden. Wie häufig deine Haut tatsächlich ein Peeling verträgt, hängt allerdings von deinem Hauttyp, der Art und Intensität des Peelings sowie der jeweiligen Formulierung ab. Trockene und empfindliche Haut sollte beispielsweise meist seltener gepeelt werden. Beachte deshalb immer auch die Anwendungshinweise des jeweiligen Produkts und beobachte, wie deine Haut reagiert.
Wie oft sollte man ein Körperpeeling machen?
Für viele Körperpeelings sind ein bis zwei Anwendungen pro Woche ein guter Ausgangspunkt. Eine allgemeingültige Regel gibt es jedoch nicht. Ein sanftes Peeling wird möglicherweise häufiger vertragen als ein hoch konzentriertes Säurepeeling.
Als grobe Orientierung kannst du dich an deinem Hauttyp und dem verwendeten Produkt orientieren:
- Normale Haut: ca. 1–2 × pro Woche
- Trockene Haut: eher 1 × pro Woche oder seltener
- Empfindliche Haut: vorsichtig und eher selten peelen
- Fettige/unreine Haut: abhängig von Wirkstoff und Verträglichkeit
- Intensives Säurepeeling: entsprechend der Produktanleitung
Zeigt deine Haut nach dem Peeling Rötungen, Brennen, Trockenheit oder ein starkes Spannungsgefühl, solltest du die Anwendungshäufigkeit reduzieren oder zunächst eine Pause einlegen.
Was bringt ein Körperpeeling?
Auf unserer Haut sammeln sich kontinuierlich abgestorbene Hautzellen an. Ein Peeling hilft dabei, diese von der Hautoberfläche zu lösen. Dadurch kann sich die Haut unmittelbar glatter und weicher anfühlen.
Regelmäßiges Exfolieren kann außerdem:
- raue und schuppige Hautstellen glätten,
- zu einer ebenmäßiger wirkenden Hautoberfläche beitragen,
- bei zu eingewachsenen Haaren neigender Haut hilfreich sein und
- eine gute Ergänzung der Körperpflege sein.
Wie stark dieser Effekt ausfällt, hängt allerdings von der Art des Peelings und deinem individuellen Hautzustand ab.
Welche Arten von Körperpeelings gibt es?
Körperpeeling ist nicht gleich Körperpeeling. Grundsätzlich kannst du zwischen mechanischen, chemischen und enzymatischen Peelings unterscheiden.
Mechanisches Körperpeeling
Mechanische Peelings enthalten kleine Peelingpartikel, beispielsweise aus Zucker oder Salz. Beim Einmassieren entsteht Reibung, durch die lose Hautschüppchen von der Hautoberfläche entfernt werden.
Wichtig ist dabei ein sanfter Auftrag: Starkes Schrubben sorgt nicht für ein besseres Ergebnis, sondern kann die Haut unnötig reizen.
Chemisches Körperpeeling
Chemische Peelings arbeiten ohne Peelingkörnchen. Stattdessen enthalten sie exfolierende Wirkstoffe wie AHA oder BHA, die dabei helfen, abgestorbene Hautzellen zu lösen.
Zu den AHAs gehören beispielsweise Glykol- und Milchsäure. Salicylsäure (BHA) ist dagegen fettlöslich und deshalb besonders interessant für Körperstellen, die zu verstopften Poren und Unreinheiten neigen.
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Wie oft sollte man chemische Körperpeelings verwenden?
Bei einem chemischen Körperpeeling lässt sich die ideale Häufigkeit nicht allein anhand des enthaltenen Wirkstoffs bestimmen. Entscheidend sind unter anderem Konzentration, pH-Wert, Gesamtformulierung und Hautverträglichkeit.
Beginne bei einem neuen Säureprodukt lieber langsam und halte dich an die Anwendungsempfehlung des Herstellers. Verträgt deine Haut das Produkt gut, kannst du die Häufigkeit entsprechend der Produktanleitung gegebenenfalls steigern.
Wie oft AHA am Körper verwenden?
AHAs exfolieren vor allem die Hautoberfläche und können beispielsweise bei rauer, trockener oder uneben wirkender Haut eingesetzt werden. Wie häufig du ein AHA-Körperpeeling verwenden solltest, hängt von der Konzentration und Formulierung ab. Starte bei einem neuen Produkt langsam, statt direkt täglich zu peelen.
Wie oft BHA am Körper verwenden?
BHA beziehungsweise Salicylsäure ist fettlöslich und kann deshalb auch innerhalb talgreicher Follikel wirken. Das macht den Wirkstoff besonders interessant bei verstopften Poren und Unreinheiten beispielsweise an Rücken, Brust oder Schultern.
Auch hier gilt: Wie häufig BHA angewendet werden sollte, richtet sich nach dem konkreten Produkt und der Verträglichkeit deiner Haut.
Körperpeeling bei Keratosis pilaris und Reibeisenhaut
Bei Keratosis pilaris, umgangssprachlich Reibeisenhaut oder Erdbeerhaut genannt, sammeln sich Keratin und abgestorbene Hautzellen an den Haarfollikeln, wodurch die typischen kleinen Erhebungen entstehen.
Eine Körperpflege mit exfolierenden Wirkstoffen wie AHA oder BHA kann das Hautbild unterstützen. Auch Urea wird häufig in Pflegeprodukten für raue Haut eingesetzt. Statt kräftig zu schrubben, ist eine regelmäßige und hautschonende Pflege sinnvoller.

Körperpeeling richtig anwenden: Schritt für Schritt
Die genaue Anwendung hängt von der Art deines Körperpeelings ab. Bei einem klassischen abwaschbaren Scrub kannst du folgendermaßen vorgehen:
- Haut anfeuchten: Verwende das Peeling beispielsweise unter der Dusche auf der feuchten Haut.
- Peeling verteilen: Trage eine kleine Menge auf die gewünschten Körperstellen auf.
- Sanft einmassieren: Arbeite mechanische Peelings mit sanften kreisenden Bewegungen und ohne starken Druck ein.
- Gründlich abspülen: Entferne das Peeling mit lauwarmem Wasser.
- Haut trocken tupfen: Vermeide starkes Rubbeln mit dem Handtuch.
- Feuchtigkeitspflege auftragen: Pflege die Haut anschließend mit einer Bodylotion oder Body Cream.
Bei einem Leave-on-Peeling mit AHA oder BHA sieht die Anwendung anders aus: Diese Produkte bleiben auf der Haut und sollten entsprechend der jeweiligen Produktanleitung verwendet werden.
Körperpeeling vor oder nach dem Duschen?
Ein klassisches mechanisches Körperpeeling wird meist während des Duschens auf der feuchten Haut angewendet und anschließend wieder abgewaschen.
Bei chemischen Körperpeelings kommt es dagegen auf die Formulierung an. Ein Leave-on-Peeling wird häufig nach der Reinigung auf trockene Haut aufgetragen und nicht abgewaschen. Orientiere dich deshalb immer an den Anwendungshinweisen des jeweiligen Produkts.

Körperpeeling vor oder nach der Rasur?
Möchtest du ein Peeling mit deiner Rasur kombinieren, kann es sinnvoll sein, die Haut vor der Rasur sanft zu exfolieren. Dadurch werden lose Hautschüppchen entfernt und Haare können besser freiliegen.
Allerdings können sowohl Rasieren als auch Peelen die Haut beanspruchen. Besonders bei empfindlicher Haut solltest du deshalb nicht unmittelbar hintereinander intensiv peelen und rasieren. Das gilt insbesondere für stärkere Säurepeelings.
Hilft Körperpeeling gegen eingewachsene Haare?
Regelmäßiges Exfolieren kann dabei helfen, abgestorbene Hautzellen rund um die Haarfollikel zu entfernen und kann deshalb eine sinnvolle Ergänzung der Pflege bei zu eingewachsenen Haaren neigender Haut sein.
Bei bereits stark entzündeten oder schmerzhaften Stellen solltest du dagegen nicht mit einem mechanischen Peeling darüber schrubben.
Körperpeeling vor Selbstbräuner: Wie oft und wann?
Ein Körperpeeling kann die Haut auf Selbstbräuner vorbereiten, indem lose Hautschüppchen entfernt und raue Stellen geglättet werden. Dadurch entsteht eine gleichmäßigere Ausgangsbasis für die Bräune.
Achte besonders auf trockene Bereiche wie Knie, Ellenbogen und Knöchel. Statt die Haut unmittelbar vor dem Selbstbräuner intensiv zu schrubben, solltest du ihr nach dem Peeling ausreichend Zeit geben, sich zu beruhigen. Wie viel Abstand sinnvoll ist, hängt vom Peeling ab – beachte daher die Hinweise des jeweiligen Produkts.
Welche Körperstellen sollte man peelen?
Ein Körperpeeling kannst du je nach Produkt beispielsweise an Armen, Beinen, Rücken, Schultern, Ellenbogen und Knien verwenden. Empfindlichere Bereiche solltest du vorsichtiger behandeln und die vorgesehenen Anwendungsbereiche des Produkts beachten.
Kann man Körperpeeling im Gesicht verwenden?
Ein Körperpeeling solltest du nicht automatisch im Gesicht verwenden. Produkte für den Körper können beispielsweise gröbere Peelingpartikel oder Wirkstoffkonzentrationen enthalten, die nicht für die empfindlichere Gesichtshaut konzipiert wurden.
Möchtest du dein Gesicht exfolieren, greife deshalb zu einem Produkt, das ausdrücklich für die Anwendung im Gesicht vorgesehen ist.
Was passiert, wenn man zu oft Körperpeeling macht?
Zu häufiges oder zu intensives Peelen kann die Hautbarriere belasten und Irritationen verursachen. Das gilt sowohl für mechanische als auch für chemische Peelings.
Typische Anzeichen dafür, dass deine Haut zu stark exfoliert wurde, können sein:
- Rötungen
- Brennen
- Spannungsgefühl
- Trockenheit
- Schuppung
- erhöhte Empfindlichkeit
Bemerkst du solche Veränderungen, solltest du das Peeling zunächst pausieren und dich auf eine milde Reinigung und eine hautbarriereunterstützende Körperpflege konzentrieren.
Die häufigsten Fehler beim Körperpeeling
Damit ein Körperpeeling deine Hautpflege sinnvoll ergänzt, solltest du vor allem vermeiden, die Haut zu stark zu beanspruchen. Häufige Fehler sind:
- Zu häufig peelen: Tägliches Exfolieren ist bei vielen Peelings weder notwendig noch sinnvoll.
- Zu starken Druck ausüben: Besonders bei mechanischen Peelings solltest du nicht kräftig schrubben.
- Mehrere Peelings kombinieren: Ein mechanischer Scrub zusammen mit einem starken Säurepeeling kann die Haut unnötig reizen.
- Gereizte Haut peelen: Sonnenbrand, Wunden oder bereits irritierte Haut brauchen zunächst Ruhe.
- Peeling und Rasur zu intensiv kombinieren: Beide Schritte können die Haut beanspruchen.
- Feuchtigkeitspflege vergessen: Pflege deine Haut nach dem Peeling passend zu ihren Bedürfnissen.
- Körperpeeling im Gesicht verwenden: Nutze Produkte nur für die vorgesehenen Hautbereiche.
- Anwendungshinweise ignorieren: Gerade bei Säurepeelings sind Konzentration und Formulierung entscheidend.
Wann sollte man auf ein Körperpeeling verzichten?
Ist deine Haut bereits gereizt, verletzt oder stark gerötet, solltest du nicht zusätzlich peelen. Das gilt beispielsweise bei Sonnenbrand, offenen Wunden und akuten Hautreizungen.
Auch nach bestimmten kosmetischen Behandlungen kann eine Peeling-Pause notwendig sein. Bei Hauterkrankungen oder anhaltenden Hautproblemen solltest du im Zweifel dermatologisch abklären lassen, welche Pflege für deine Haut geeignet ist.
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