Trockene Haut im Gesicht gehört zu einem der häufigsten Hautprobleme – schließlich betrifft es schätzungsweise rund 10 Millionen Menschen in Deutschland pro Jahr. Was die genauen Ursachen sein können und hilfreiche Tipps, wie du trockene Haut am besten behandelst, erfährst du hier.
Trockene Haut im Gesicht
Trockene Haut (medizinisch: Xerosis cutis) erkennst du an schuppigen und rauen Stellen. Oft spannt die Haut oder schmerzt sogar. Trockene Haut im Gesicht kann verschiedene Ursachen haben – viele Menschen neigen mit zunehmenden Alter zu vermehrter Trockenheit, aber es gibt sowohl innere als auch äußere Einflüsse, die trockene Haut verursachen.
Zum Glück lässt sich in den meisten Fällen trockene Haut einfach und schnell mit der richtigen Pflege und passenden Inhaltsstoffen in den Griff bekommen. Nur in einzelnen Fällen und bei bestimmten Symptomen solltest du mit einem Dermatologen oder einer Dermatologin dazu sprechen.
Was ist trockene Haut im Gesicht?
Es ist ganz normal, dass die Haut tagsüber Fett und Feuchtigkeit verliert. Der Körper gibt Flüssigkeit und Lipide (Fette) an die Oberhaut, sodass der Haushalt in Balance gehalten wird. Bei trockener Haut herrscht ein Ungleichgewicht, sodass sich die Haut nicht mehr selbst regulieren und weniger Feuchtigkeit speichern und Fette bilden kann.
Anzeichen trockener Haut
- Spannungsgefühl
- Schuppung
- Rötungen
- raues Hautgefühl
- feine Risse
- Juckreiz
- Trockenheitsfalten und feine Linien
- Schmerzen
Besonders anfällig für Trockenheit sind neben dem Gesicht auch die Hände, Unterarme (vor allem Ellenbogen), Schienbeine und Füße.
Unterschied trockener zu feuchtigkeitsarmer Haut
Trockener Haut mangelt es in erster Linie an Fett und Lipiden, während feuchtigkeitsarmer Haut ein Mangel an Wasser darstellt. Letzteres kann bei jedem Hauttypen auftreten (auch bei fettiger Haut!) – die Haut wirkt matt und spannt nach der Reinigung. Trockene Haut hingegen ist ein Hauttyp, der oft genetisch bedingt ist und sich ständig rau anfühlt, oft mit Juckreiz einhergeht.
Beide Hautzustände benötigen auch unterschiedliche Inhaltsstoffe: Trockene Haut ist auf Lipide (Fette) und Öle angewiesen, während feuchtigkeitsarme Haut mehr Wasser und feuchtigkeitsbindende Wirkstoffe braucht.
Trocken oder feuchtigkeitsarm? Der Test
Trage ein Feuchtigkeitsserum auf Wasserbasis auf: Entspannt sich die Haut oder bleibt das Spannungsgefühl? 1. Dann ist deine Haut dehydriert. 2. Dann ist deine Haut trocken.
Ursachen für trockene Gesichtshaut
Äußere Faktoren
- Wetter: Sowohl Kälte als auch Hitze setzen der Haut zu, sodass sie mehr Feuchtigkeit abgeben muss. Bei geringer Luftfeuchtigkeit (z.B. durch trockene Heizungsluft oder trockene Hitze) trocknet die Haut auch schneller aus. Aber auch durch vermehrtes Schwitzen kann die Haut ausgetrocknet werden, da sie mehr Feuchtigkeit abgibt.
- Sonne: Sonnenlicht hat zwar auch positive Effekte, da nur damit Vitamin D gebildet werden kann. Wer allerdings zu viel in der Sonne ist, schadet seiner Haut. Nicht nur wegen drohender Hautschäden und Sonnenbrand, sondern auch weil die Barriere geschwächt und die Haut ausgetrocknet wird.
- reizende Inhaltsstoffe: Bestimmte Inhaltsstoffe oder die falsche Kombination an Wirkstoffen können die Haut austrocknen.
- Chemikalien: Bei viel Kontakt mit Chemikalien kann die Haut auch gereizt und ausgetrocknet werden.
- viel Kontakt mit Wasser/ Schwimmen: Langes Duschen oder Baden entzieht der Haut Feuchtigkeit und kann sie langanhaltend austrocknen. Häufiges Schwimmen, vor allem im gechlortem Wasser, kann häufiger Hautprobleme verursachen und Trockenheit begünstigen.

Innere Faktoren
- Genetik: Einige sind genetisch mehr zu trockener Haut veranlagt.
- Hormonschwankungen: Verschiedene Hormone beeinflussen den Hautzustand: So kann sich die Haut in der Schwangerschaft oder auch in den Wechseljahren verändern und mehr zu Trockenheit neigen.
- Stress: Nicht ohne Grund gibt es das Sprichwort, dass die Haut der Spiegel der Seele sei. Auch Stress kann die Haut negativ beeinflussen und zu mehr Unreinheiten oder auch Trockenheit führen.
- Medikamente: Als Nebenwirkung bestimmter Medikamente kann trockene Gesichtshaut ebenfalls auftreten. Sprich hier unbedingt mit deiner Ärztin oder deinem Arzt oder kläre es in deiner lokalen Apotheke.
- andere Krankheiten wie Schilddrüsenkrankheiten oder Diabetes: Bestimmte Krankheiten wie zum Beispiel eine Schilddrüsenunterfunktion kann eine Ursache für trockene Haut sein. Die Schilddrüse ist auch für die Hormonbildung zuständig – eine Störung kann sich auf Haut, Haare und Nägel auswirken.
- Vitaminmangel: Unausgewogene Ernährung und ein Mangel an wichtigen Vitaminen und Nährstoffen kann sich auch erheblich auf die Haut und Trockenheit aus.
- Flüssigkeitsmangel: Viel trinken ist nicht nur generell für unseren Körper wichtig, sondern auch für unsere Haut. Der Körper kann der Haut nur Flüssigkeit zuführen, wenn er auch genügend zur Verfügung hat.
- Nikotin und Alkohol: Nikotin- und Alkoholkonsum schädigt Organe und Nerven und hat auch Auswirkungen auf die Haut und kann zu Trockenheit führen.
Aber auch verschiedene Hautkrankheiten können die Ursache für starke Trockenheit sein. Neurodermitis, Ekzeme, Schuppenflechte und weitere können mit Trockenheit einhergehen.
Was hilft gegen trockene Haut im Gesicht?
Die richtige Hautpflegeroutine
Bei deiner Hautpflegeroutine solltest du auf milde Produkte setzen. Vor allem die Reinigung sollte sehr sanft zu deiner Haut sein und die Hautbarriere schonen. Reizende Inhaltsstoffe und Duftstoffe solltest du unbedingt meiden.
Stattdessen sind feuchtigkeitshaltige Produkte und natürliche Öle ideal, um den Feuchtigkeitshaushalt deiner Haut zu unterstützen und auszugleichen.
Wichtige Inhaltsstoffe
Bei trockener Haut solltest du auf folgende Inhaltsstoffe achten und diese unbedingt in deine Routine mit aufnehmen:
- Hyaluronsäure bindet große Mengen Wasser in der Haut und sorgt je nach Molekülgröße sowohl oberflächlich als auch in tieferen Schichten für intensive Feuchtigkeit.
- Glycerin zieht Feuchtigkeit aus der Umgebung in die Haut und hilft, sie langfristig geschmeidig und hydratisiert zu halten.
- Urea wirkt in niedriger Konzentration stark feuchtigkeitsspendend und unterstützt gleichzeitig die natürliche Hautbarriere.
- Aloe Vera spendet leichte Feuchtigkeit, wirkt kühlend und beruhigt gereizte oder trockene Haut sofort.
- Sodium PCA ist ein natürlicher Bestandteil der Haut und hilft, Feuchtigkeit zu binden und den Wasserhaushalt stabil zu halten.
- Ceramide sind essenzielle Lipide, die die Hautbarriere stärken und verhindern, dass Feuchtigkeit verloren geht.
- Niacinamid stärkt die Hautbarriere, verbessert die Feuchtigkeitsbalance und kann gleichzeitig Rötungen reduzieren.
- Panthenol beruhigt die Haut, fördert die Regeneration und verbessert die Feuchtigkeitsversorgung.
- Squalan ist ein hautähnliches Lipid, das die Haut weich macht, ohne zu fetten, und Feuchtigkeit einschließt.
- Sheabutter wirkt intensiv rückfettend, schützt die Haut vor dem Austrocknen und macht sie geschmeidig.
- Pflanzenöle (wie Jojoba, Mandel usw.) versorgen die Haut mit Lipiden, stärken die Barriere und helfen, Feuchtigkeit in der Haut zu bewahren.
- Vaseline bildet einen schützenden Film auf der Haut, der Feuchtigkeitsverlust effektiv verhindert.
- Allantoin beruhigt die Haut, unterstützt die Regeneration und macht sie glatter und weicher.
- Bisabolol wirkt entzündungshemmend und hilft, Rötungen sowie Irritationen zu lindern.
- Centella Asiatica fördert die Hautheilung, stärkt die Barriere und wirkt beruhigend bei sensibler Haut.
- Haferextrakt beruhigt gereizte Haut, lindert Juckreiz und unterstützt die Wiederherstellung der Hautbarriere.

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Trockene Haut im Gesicht im Winter: Besondere Tipps
Vor allem im Winter neigen viele zu eher trockener Haut. Es lohnt sich daher die Hautpflegeorutine im Winter umzustellen und auf mehr Feuchtigkeit zu setzen.
Außerdem hilft es, zu Hause Luftbefeuchter aufzustellen, um der trockenen Heizungsluft entgegenzuwirken.
Wann sollte man zum Arzt/ zur Ärztin gehen?
Zum Arzt solltest du gehen, wenn deine Haut trotz konsequenter Pflegemaßnahmen weiterhin austrocknet oder sich der Zustand sogar verschlechtert. Auch wenn zusätzlich Hautausschlag auftritt oder Symptome wie Haarausfall und brüchige Nägel dazukommen, kann das auf eine zugrunde liegende Ursache hinweisen.
Warnsignale sind außerdem starker Juckreiz, Schmerzen sowie entzündete, nässende Stellen oder nicht abheilende Krusten. Treten darüber hinaus allgemeine Beschwerden wie Kopfschmerzen, Schwindel, Gewichtsverlust, ungewöhnlich großer Durst, häufiges Wasserlassen oder Fieber auf, solltest du dies unbedingt ärztlich abklären lassen. Gleiches gilt, wenn die Hautprobleme im Zusammenhang mit der Einnahme eines Medikaments stehen.
Ich hoffe, dir hat dieser Beitrag gefallen und weitergeholfen! Lass mich gerne wissen, wenn du dazu Anmerkungen oder Fragen hast.
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